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Reinhard
Saftig
in Uersfeld 2
Töchter, 1 Sohn
FC
Bayern München Bor.
Dortmund Hannover
96 VfL
Bochum Bayer
Leverkusen Kocaelispor Izmir 1994 Galatassaray Istanbul 1994-1995 FSV Mainz 05
1997 bis 23. August 1997 1987 mit Bor. Dortmund Einzug
ins DFB-Pokal-Finale mit Bayer Leverkusen 1993
TV Interview vom |
Lange
ist es her, als im Sommer 1979 am Römerhügel in Uersfeld das
Telefon läutete und sich am anderen Ende der Leitung Bayern-Manager
Uli Hoeneß meldete, um dem jungen Sporthochschulabsolventen Reinhard
Saftig einen Vertrag als Trainer-Assistent beim großen FC Bayern
München anzubieten. Bereits am nächsten Tag saß Reinhard
Saftig im Flugzeug nach München, um mit einer Anstellung als Co-Trainer
beim FC Bayern, und damit der ersten deutschen Trainer-Gilde angehörend,
zurückzukommen.
Vier
Jahre unter Pal Csernai und ein Jahr unter Udo Lattek lernte der junge
Co-Trainer das harte Bundesliga-Geschäft kennen. Danach der Wechsel
zu Borussia Dortmund, zunächst als Assistent von Timo Konietzka, Erich
Ribbeck und nochmals Pal Csernai, um dann nach dessen Ausscheiden urplötzlich
ins erste Glied beim BVB zu rücken. Es gelang Reinhard Saftig damals
nicht nur den Abstieg der Borussia zu verhindern, sondern er führte
sie in der darauffolgenden Saison sogar bis hin zum 5. Tabellenplatz und
damit auf das internationale Parkett des UEFA-Cups. 1988 verließ
Reinhard Saftig dann den BVB, um nach einem kurzen Zwischenspiel bei Hannover
96 den stark abstiegsgefährdeten VfL Bochum zu übernehmen. Reinhard
Saftig gelang es auch hier, den VfL auf einen Relegationsplatz zu führen
und schließlich in der Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken
(Trainer Klaus Schlappner) in der Erstklassigkeit zu halten. Mit Beginn
der Bundesliga-Saison 91/92 wurde Reinhard Saftig dann, als Nachfolger
von Jürgen Gelsdorf, Cheftrainer bei Bayer 04 Leverkusen. Obwohl er
auch bei der "Launischen Diva vom Rhein" erfolgreiche Arbeit leistete und
die Mannschaft bis ins DFB-Pokal-Finale 1993 führte, war ihm der Finalsieg
nicht mehr zu gönnen, sondern dieser heimste sein Nachfolger Dragoslav
Stepanovic ein.
Weitere
Trainer-Stationen waren danach die türkischen Klubs Kocaelispor Izmir
und Galatassaray Istanbul sowie Zweitligist Mainz 05. Bis zum Frühjahr
2005 war Reinhard
Saftig für Borussia Dortmund als Spieler-Späher ("Scout") in
der Welt unterwegs und es kam nicht selten vor, dass er sich innerhalb
einer Woche von Dänemark über Südfrankreich bis nach Argentinien
oder Brasilien bewegen musste, um für den BVB "Top-Personal", wie z.B.
Tomas Rosicky, auf den Rasen zu bringen. Lohnenswert,
wie es sich mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2002 für die Borussia
gezeigt hat.
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